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Historisches

Das »Hotel am Meer«

Das »Hotel am Meer« ließ Wilhelm Schmarje  in den Jahren 1906/07 bauen und eröffnete es am 3. Juli 1907. in der wechselvollen Geschichte des Hauses blieb es bis 1999 im Besitz der Familie Schmarje. Den 1. Weltkrieg und die Kriesenjahre hat das Hotel leidlich überstanden. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges erfolgte eine kurze Blütezeit. Während des Krieges waren Soldaten einquatiert. Nach 1945 erfolgte die Besetzung der Briten und die Belegung mit Flüchtlingen aus dem Osten. Erst ab 1951/52 stand das Hotel wieder für Gäste zur Verfügung.

Bis Heute gehört das »Hotel am Meer« zum festen Bestandteil für das Duhner Kur- und Badeleben.

Die Lage an der exponierten Stelle, im Zentrum von Duhnen, die weithin sichtbare Jugendstilarchitektur und die besonders Atmösphäre der Gastlichkeit machen das Haus schon immer zu einem Treffpunkt für Jung und Alt.

In dieser Tradition wurde das Haus liebevoll saniert und im zeitgemäßem Ambiente fühlen sich die Gäste wohl.

 

 

Vor 50 Jahren

“Die alljährliche Wiederkehr der Sommergäste bedeutet die Referenz meines Hauses!” Diese Worte, geschrieben auf das Rund eines Rettungsringes, wurde vor Jahren schon für das Hotel »Am Meer « geprägt, jenes zweistöckige Haus unmittelbar gegenüber des Dorfbrunnens, das mit seinen 18 Zimmern zu den größten im Kurteil Duhnen zählt. In diesem Haus wird heute Jubiläum gefeiert; denn genau vor fünfzig Jahre sind es her, das  Herr Wilhelm und Frau Agnes Schmarje im Jahre 1907 das jetzige Hotel »Am Meer« errichteten.

Die Anfangsjahre mögen die glücklichsten gewesen sein; denn damals war Duhnen in stetem Aufblühen. Die Besucherzahlen des jungen Nordseeheilbades wuchsen von Jahr zu Jahr. Es waren jene Zeiten, da Goldstücke in den Taschen der Gäste hell klimperten und ausgegeben wurden: Man verstand zu leben und brauchte sich wenig Gedanken und Sorgen zu machen um die Zukunft.

Einer der Einheimischen, die damals regelmäßig im Schmarje´schen Hause erschienen, war Robert Dohrmann höchstpersönlich, der Initiator der Duhner Badekommission und quasi Begründer des Nordseebades Duhnen. Manche heitere Geschichte weiß Frau Agnes Schmarje , kurz »Tante Agnes« genannt, noch heute von damals zum Besten zu geben. Beispielsweise die, deren »Held« ein Robert Dohrmann ist, der, eben von der jagd zurückgekehrt ist, über einen Stacheldrahtzaun gestiegen ist und mit vollkommen aufgerissener Hose im Schmar´jeschen Hotel erscheint. Nicht weniger Spaß gab es dort mit den Einjährigen von Fort Thomsen, denen es teilweise gestattet war, privat in Hotels zu wohnen, und die diese Freiheit wohl zu schätzen und zu nutzen verstanden: Nicht allein während der Saison, sondern auch in den Monaten, die seit jeher die »tote« Zeit der Hoteliers an der Küste gewesen sind.

Was Frau Schmarje aus der Zeit nach 1914 erzählt , klingt weniger erfreulich. Gewiß, es gab später auch »fette Jahre« aber im ganzen waren die Zeiten doch schwarz überschattet von den Krisen zweier mörderischer Weltkriege, einer Inflation und einer Währungsreform. Immer wieder stellten sich Rückschläge ein, die das erfolgreiche Streben von Jahren und Jahrzehnten in Frage stellten: Einquartierung von 1914 bis 1918, zweimalige Geldentwertung und Verlust alles Ersparten, Beschädigung der gesamten Inneneinrichtung, einjährige Beschlagnahme des ganzen Hauses durch die brtische Besatzungsmacht, Zwangseinweisung von Flüchtlingen – alles Dinge, die für sich selbst sprechen. »Hab´ schon was mitgemacht in diesen fünfzig Jahren«, meint Frau Schmarje, der man ihre 76 Jahre nicht ansieht und auch nicht anmerkt, was sie an Sorgen durchzumachen hatte; denn sie hat weder den Humor noch den Mut verloren.

 

 

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© Peter Funke-Franke